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Mittwoch, 3. Februar 2016

Soup of the week - Zitroniges Auberginensüppchen

Nachdem ich letzte Woche total vergessen habe meine Suppe zu fotografieren - 'nein, meine Suppe ess fotografier ich nicht' -egal - muss ich das natürlich jetzt wieder aufgreifen, solange es noch Suppenwetter gibt.
Dieses Mal eine mit Salzzitrone verfeinerte Auberginensuppe. Hab ich schon erwähnt, dass ich Salzzitronen sehr gerne mag. Und in dieses arabisch angehauchte Gericht, passt sie ganz wunderbar mit ihrem salzigen, spritzigen Zitronenaroma. Anders als Zitronensaft, viel aromatischer. Gewürzt wird mit Ras-el-Hanout, der orientalischen Gewürzmischung und weiter geschmurgelt mit den Salzzitronenstücken. Kleiner Sonnenschein am ach, so grauen Himmel.

Rezept für zwei:
2 Auberginen
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 Zwiebel, fein geschnitten
Olivenöl, ca. 500 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Ras-el-Hanout
1/2 Salzzitrone


Die Auberginen mit Olivenöl einreiben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30min backen lassen, bis die Haut dunkel und schrumpelig wird. Etwas abkühlen lassen, halbieren und das Frucht-fleisch herausschaben und fein hacken.
In einem Topf Zwiebel glasig andünsten, Knoblauch zugeben und kurz mitandünsten. Gehackte Aubergine dazugeben und mit Ras-el- Hanout, Salz und Pfeffer würzen. Mit Brühe auffüllen.
Bei der Salzzitrone das Fruchtfleisch entfernen und die Schale mit in den Topf geben. Ca. 20 min leise köcheln lassen. Den Rest der Zitronenschale aus dem Topf fischen und die Suppe fein pürieren. Falls die Suppe zu dick ist, etwas Brühe oder Wasser zugeben. Und wer noch nicht genug Zitrone schmeckt, gibt noch was Zitronensaft dazu.






Donnerstag, 28. Januar 2016

Fluffiger Thymian-Ricotta und würzige Kartoffel Wedges

Da die Temperaturen - zumindest hier in der Region -  nach oben steigen, ist mir essenstechnisch schon wieder nach etwas Leichterem. Das heißt nicht, dass ich jetzt nur noch Salat & Co. auf den Tisch bringe, aber heute wollte ich etwas 'fluffig Leichtes'. Fluffig gebackenen Ricotta zum Beispiel. Der wird geschlagen und verquirlt, bis er ganz weich in der Schüssel liegt. Gewürzt und mit Ei wieder verstärkt, dann ab in den Backofen. Am besten noch ein paar Kartoffeln in Wedges geschnitten, die, ebenfalls gewürzt,  zusammen mit dem Ricotta im Ofen schmurgeln können und alles ist in ca. 30 min auf dem Tisch. Dazu ein leckerer Dip.

Für zwei:
250 g Ricotta
1 Ei
1/2 Bund frischer Thymian
Salz, Pfeffer
Abrieb einer Bio-Zitrone

5-6  mittlere Kartoffeln, festkochend
Salz, Pfeffer, 2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Cocktailtomaten
2 Frühlingszwiebeln

1 Becher Saure Sahne
Salz, Pfeffer, Zitronensaft
2-3 Stiele frische Minze (oder andere Kräuter, die ihr gerade zur Hand habt)

 

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Ricotta mit einer Gabel glattrühren. Thymian waschen, die Blättchen abzupfen und unter den Ricotta rühren. Das Eigelb vom Eiweiß trennen und das Eigelb ebenfalls leicht verschlagen und unterrühren. Alles mit Salz, Pfeffer kräftig würzen, da der Ricotta einen leicht süßlichen oder milden Eigengeschmack hat. Abgeriebene Zitronenschale untermischen. Das Eiweiß steif schlagen und leicht unterheben. Die Masse auf zwei kleine Auflaufformen (oder eine große) verteilen. Ca. 20-25 min backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Die Kartoffel waschen, schälen (muss nicht unbedingt sein, ich lass die Schale gerne dran) und in Viertel schneiden. In einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl mischen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 25 min backen.
Die Cocktailtomaten waschen und vierteln. Die Frühlingszwiebeln in feine Scheiben schneiden und die Knoblauchzehe in dünne Scheiben schneiden. Ca. 5 min bevor die Kartoffeln aus dem Backofen genommen werden Tomaten, Zwiebel und Knoblauch über die Kartoffeln geben und vemischen.


In der Zwischenzeit für den Dip den Sauerrahm glattrühren und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft würzen. Kräuter waschen und in feine Streifen schneiden. Untermischen und abschmecken.




Freitag, 15. Januar 2016

Soup of the week: Ribollita

Ein Klassiker aus der italienischen Küche. Eine toskanische Gemüsesuppe, die mit einem Stück Bauernbrot - bestreut mit Parmesan - in den Teller gelegt und mit Suppe aufgefüllt wird. Ribollita bedeutet eigentllich 'wieder gekocht', d.h. aufgewärmt. Die Suppe schmeckt auch aufgewärmt am besten. Je nach Saison werden unterschiedliche Zutaten verwendet. Die Basis ist jedoch immer gleich: weiße Bohnen, Karotten, Sellerie, Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch, Olivenöl. Wirsing oder Kohl werden auch, je nach Verfügbarkeit, hinzugegeben. Halbierte Cocktailtomaten machen sich auch gut und geben eine fruchtige Note ab.


Rezept für vier Portionen
200g weiße Bohnen (Dose oder getrocknet und eingeweicht)
2 Stangen Staudensellerie
2 Karotten
2 Kartoffeln
1 Stange Lauch
ein kleiner oder ein viertel Wirsing oder auch Mangold
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
glatte Petersilie, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
1-2 Stängel Rosmarin, 2-3 Stängel Thymian
11/2 l Gemüsebrühe
optional 1 Stück durchwachsenen Speck zum Mitkochen und für den Geschmack
Parmesan, gerieben


Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.Sellerie, Lauch und Karotten putzen und in grobe Würfel schneiden. Kartoffel schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Alles Gemüse darin andünsten bis es weich wird und zu duften beginnt. Den Speck dazugeben. Rosmarinnadeln abstreifen und in feine Stücke schneiden. Thymianstängel mit dazu geben. Lorbeerblatt und Petersilienstängel hinzufügen und mitkochen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 20 min köcheln lassen. Weiße Bohnen hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilien- und Thymianstängel herausfischen.

In einen tiefen Teller oder eine Schüssel eine Scheibe Bauernbrot legen und mit Parmesan bestreuen.
Die dampfende Suppe über das Brot geben und den Parmesan schmelzen lassen, genau richtig für solche Tage...




Montag, 11. Januar 2016

Sonntagsbraten - Blackened Schweinebraten mit Möhren

Sonntagsbraten. Punkt 12 kommt er auf den Tisch. Mit Soße, Kartoffeln und Gemüse!
So kennt der ein oder andere das vielleicht noch aus der Kindheit. Sonntags oder Feiertags gab's immer Fleisch. Meist als ganzes Stück. Deftig, schwer -ächz- mit totgekochten Beilagen, so dass man sich danach stundenlang nicht vom Stuhl bewegen konnte oder nur vom Stuhl auf's Sofa sinken wollte. Die Fleischqualität war meistens durchwachsen und als Kind hat man immer daran herumgesäbelt, bis nur noch undefinierbares auf dem Teller lag und man geschimpft wurde.
Gut, dass ich mir heut' selbst aussuchen kann, was und wie ich es esse. Und ab und zu - selten zwar - kommt mal die Lust auf einen herzhaften Braten vorbei.
Das Originalrezept dazu fand ich übrigens hier.  Ein für Sonntagsbraten ungewöhnliches Geschmackserlebnis, aber ich mag ja andere Geschmacksrichtungen. Fruchtig durch die Orange, kräftig durch Salz und Soja, aromatisch durch Knoblauch und Ingwer. Lecker!
Durch die Sojasauce erhält das Fleisch übrigens außen eine dunklere Farbe, deshalb 'Blackened' - geschwärzt.

Rezept für zwei:
1 große Knoblauchzehe
ca. 5 cm frischen Ingwer
2 Bio-Orangen
3 EL Ahornsirup
2 EL Sojasauce
Pfeffer, Salz
ca. 600 g Schweinebraten, am besten Bio, mager oder nach eurem Geschmack
Öl für die Fettpfanne
4 Karotten
1 Zwiebel

Marinade:
Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Orange abwaschen, trocknen und die Schale abreiben. Orangenschale, Ahornsirup, Sojasauce, Pfeffer, Ingwer und Knoblauch miteinander verrühren.
Fleisch waschen, trockentupfen. Falls sich noch eine Fettschicht am Fleisch befindet, diese kreuzförmig einschneiden. Fleisch zusammen mit der Marinade in einen Plastikbeutel geben und gut verschließen. Marinade gut in das Fleisch einreiben und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Dabei immer mal wieder wenden.
Am nächsten Tag den Ofen auf 150 °C Umluft vorheizen. Eine Orange schälen, dass die weiße Haut vollständig entfernt wird. Die andere Orange auspressen und zur Seite stellen.
In die Fettpfanne etwas Öl geben und die Orange in dünne Scheiben schneiden und auf dem Boden verteilen. Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen. Marinade auffangen. Den Braten rundherum einsalzen und auf die Orangenscheiben legen. Für ca. 11/2 h in den Backofen geben.
In der Zwischenzeit Möhren schälen und in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und in Viertel schneiden.
Nach 11/2 h Orangensaft, restliche Marinade und 1/4l Wasser verrühren und über den Braten gießen.
Ca. 45 min vor Garzeitende, die Möhren und die Zwiebel zum Fleisch geben. Immer mal wieder Bratensaft mit einem Löffel über das Fleisch gießen.
Den fertigen Braten ca. 10 min ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden.


Dazu gab es übrigens karamellisierten Balsamico-Rosenkohl. Ganz easy.

Balsamico-Rosenkohl:
500 g Rosenkohl
1 EL gesalzene Butter
1 Tl brauner Zucker
Salz, Pfeffer
1-2 El dunkler Balsamico-Essig, mild


Rosenkohl waschen, putzen und am Stielende kreuzförmig einschneiden. In kochendem Salzwasser 1-2 min blanchieren. Abießen, kalt abschrecken. Kurz abkühlen lassen. Halbieren. In einer Pfanne Butter schmelzen lassen und den Rosenkohl dazugeben. Kurz anbraten. Zucker über das Gemüse streuen und karamelisieren lassen, bis der Kohl leicht gebräunt ist. Salzen, pfeffern.  Mit Balsamico ablöschen und abschmecken.