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Montag, 1. Februar 2016

Fingerspiel: Apfel Pull-apart

Ich mag diesen - wieder  mal aus USA-  herübergeschwappten Pull-apart/Zupf/Abknippel Kuchen. Ich mag Hefekuchen sowieso und gefüllt, gerollt oder geschichtet noch viel mehr. Zucker, Zimt, Gewürzmischungen hineingepackt und fertig. Ruckzuck gebacken, gelüftet und verputzt. Dieses Mal hab ich allerdings ein bisschen mehr Zeit verwendet und feinste Apfelscheibchen geschnitten und diese mitgeschichtet. Noch besser!


Apfel -Pull-apart

450 g Mehl
60 g Zucker
1 Pck Trockenhefe
40 g Butter
50 ml Milch
50 ml Wasser
2 Eier (Raumtemperatur)
1 Prise Salz


 
300 g!! Mehl, Zucker, Hefe und Salz vermischen. Eier verschlagen und zur Seite stellen.
Milch leicht erwärmen und Butter in der Milch schmelzen lassen. Wasser hinzugeben und alles zu den trockenen Zutaten geben und vermischen. Achtung, die Mischung darf nicht zu heiß sein, die Hefe mag es lieber lau!  Die Eier zugeben und einarbeiten. (Küchenmaschine ca. 4 min kneten). Das restliche Mehl zugeben und weiterkneten bis ein weicher, homogener Teig entsteht. Abgedeckt eine Stunde ruhen/gehen lassen.
Den Teig mit der Hand 'entlüften', d.h. einmal durchkneten, bitte. Falls er noch zu feucht ist, 1-2 EL Mehl unterkneten. Zu einem Rechteck ausrollen.




Füllung:
100g Zucker
1 EL Zimt
75g Butter
1-2 Äpfel
Zucker und Zimt vermischen. Butter in einem Töpfchen flüssig werden lassen. Die Äpfel waschen, schälen und in feine Scheiben schneiden.
Die flüssige Butter auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Zimt/Zucker-Gemisch großzügig verteilen.
Nun das Rechteck von der langen Seite in ca 5 lange Streifen schneiden. Den ersten Streifen dünn mit Äpfeln belegen, den zweiten Streifen darauflegen und ebenso mit Apfelscheiben belegen. So fortfahren bis alles gestappelt ist. (Kann eine kleine Schweinerei geben. Macht nix...)
Eine rechteckige Königskuchenform mit Backpapier auslegen und nun den Stapel in Abschnitte von ca. 5 cm einteilen, schneiden und hochkant (mit der Schnittseite nach oben) in die Form geben. Ruhig feste zusammendrücken. Es passt alles hinein, der Teig gibt ja nach. Nochmal eine halbe Stunde ruhen lassen.
Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und für ca. 20-25 min goldgelb backen. Schmeckt wie immer mit Hefekuchen am besten lauwarm!




Dienstag, 5. Januar 2016

Kapmalayisches Curry - Mein Beitrag zu Zimt, Kardamom und Nelke

Nach all den vergangenen 'süßen' Tagen möchte ich für das Blog-Event von foodina und kochtopf - "Zimt, Kardamom und Nelke" etwas herzhaftes, scharfes vorstellen.
Probiert habe ich das Gericht letzten Januar hier. Im Restaurant der Hotelfachschule in Kapstadt.
Die jungen Leute waren voller Stolz ihr Gelerntes an 'echten' Gästen ausprobieren zu können. Auch der Koch war noch im Lernprozess, aber die Resultate waren weitgehend wunderbar - bis auf ein paar Kleinigkeiten ... die immer passieren können. Das Curry war so geschmackvoll und rund, dass ich  mich auf die Suche nach einem authentischen Rezept gemacht habe. Cape malayan curry ist ein typisches Gericht für die Region und somit war das gar nicht so schwer. Curries bestehen immer aus einer Vielzahl an Gewürzen und werden je nach Region und Geschmack verfeinert. Ich denke auch hier wird jede Familie ihr eigenes traditionelles Rezept haben, das weitergegeben wird.
Die Vorbereitung ist vielleicht ein bißchen aufwändig, all die Gewürze zu rösten und zu mörsern, aber es duftet auch ganz wunderbar. Ich bin auch kein Freund von Gewürzmischungen, gibt man die Gewürze einzeln hinzu, kann man das ja auch so abschmecken, wie man mag. Wird es am nächsten Tag wieder aufgewärmt, schmeckt es sogar noch besser.

Bo-kaap-Viertel Kapstadt, Südafrika
Mein Favorit:

Marinade
1 Esslöffel Kreuzkümmel (Cumin)
1 Esslöffel Koriandersaat
1 Teelöffel Bockshornkleesaat 1 Zimtstange, 1 Nelke
3 Kardamomkapseln
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Schwarzer Pfefffer, ganz
2 kleine Chillieschoten oder 2 Teelöffel Chilliepulver
1 Daumengroßes Stück Ingwer
5 Zehen Knoblauch
250g Naturjogurt

Curry
4 Hühnerbrüste, gewürfelt
1 Zwiebeln, fein gewürfelt
1 Dose (400g) Tomaten
150ml Wasser oder Brühe
Salz & Pfeffer
3 mittelgroße Kartoffeln
1 Tl brauner Zucker
Butter oder Öl zum Braten
Saft von 1/2 Limette
Korianderblätter zur Deko


Zubereitung
Eine Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, und alle trockenen Zutaten für die Marinade hinzugeben und ein wenig rösten, sodass sich die ätherischen Öle entfalten. Darauf achten, dass die Gewürze nicht verbrennen. Wenn die Küche nach Gewürzen duftet, sind diese fertig.

Alle Gewürze in einen Mörser geben und solange zerstoßen, bis ein relativ feines Pulver entstanden ist. Nun die Chilis, Ingwer und Knoblauch hinzufügen und zerstoßen, bis eine Paste entstanden ist oder alles ganz fein hacken. Jetzt den Joghurt hinzufügen und das Fleisch über Nacht darin marinieren.



Einen mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebeln in etwas Öl darin anschwitzen, bis diese süß und gebräunt sind.  Darauf achten, dass die Zwiebeln nicht verbrennen. Das Fleisch hinzufügen und für ca. 5 Minuten anbraten. Dann die Tomaten, und das Wasser hinzugeben und für ca. 35-40 Minuten köcheln lassen. Die gewürfelten Kartoffeln, kurz bevor das Fleisch fertig ist, hinzugeben.
8. Wenn das Curry die richtige Konsistenz erreich hat und das Fleisch weich ist, mit Zucker, Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Mit Korianderblättern bestreuen.








Das Curry wird mit Reis und Chutney gegessen. Enjoy.